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Berichte

 

Das Fernsehen 1963 in Kückhoven

 

Man schreibt das Jahr 1963. In Kückhoven gibt es nur wenige Fernseher und das sind natürlich noch Schwarz-Weiß-Geräte. Die Gerüchteküche blüht. Das Fernsehen kommt nach Kückhoven: Das kann  doch wohl nicht wahr sein! Aber es wird zur Tatsache.

In der Sendung: - Prisma des Westens – soll ein ca. 15 Minuten-Film über den Kückhovener Karneval einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden. 

Ein großes Team des WDR von 18 Personen filmt nahezu 3 Wochen in Wirtshäusern, Scheunen, Werkstätten, und sogar in einigen Privathäusern werden Aufnahmen. Man ist interessiert an allem, was mit dem Karneval in Kückhoven zusammenhängt. Vom Gesangsduo Willi Trebels / Peter Stresius bis hin zu den Nähkünsten, Proben für Auftritte und dem umfangreichen Wagenbau. Alles interessiert. Alles wird auf Film gebannt.

 

Um auch Ausschnitte aus der Prunksitzung zeigen zu können, bedarf es eines starken Stromanschlusses. Die von der WLK geforderte Summe von 1.600,-- DM ist nicht aufzubringen. 

Nach einigem hin und her und dem Einsatz einiger Aktiven, insbesondere des damaligen Landrates Josef Rick gelingt es, die Kosten auf 560,-- DM zu begrenzen. Den Aufnahmen steht nun nichts mehr im Wege. 

 

Und so kommt es, dass ein Überblick des Kückhovener Karnevals bereits 1963 – also vor fast 37 Jahren – im  Rheinland im Fernsehen zu sehen war. Wer kann dies noch von sich behaupten? 

 

Inzwischen steht übrigens eine Kopie der Originalsendung zur Verfügung.

 

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Kückhovener Karnevalist 1970 in der BILD-Zeitung

 

Am Samstag, den 31. Januar 1970, kostete die Bildzeitung 15 Pfennig. Aber heute ist etwas besonders: Die Bildzeitung titelt auf einem großen Ankündigungsplakat für Kioske und Verkaufsstellen:

Erkelenz: Närrin  verstand keinen Spaß. Büttenredner muss zum Kadi. 

 

Und die Überschrift in der Bildzeitung lautet: Beim Bütten-Scherz hört bei mir der Spaß auf. 

 

Was war passiert? 

Die Prinzenproklamation am 18. Januar 1970 war ein  würde- und stimmungsvoller Auftakt der Session. Und just in dieser Sitzung berichtete Kückhovens Bütten-Ass Karl Laumen in seiner unnachahmlichen Art über eine Dorfbegebenheit mit dem sogenannten Bonnedal-Express. Die damit gemeinte Hausfrau reagierte todernst und ließ ihren ehemaligen Schulkameraden zum Schiedsmann kommen.

„No däm  dollen Kall, jetzt dä dicke Knall.“

Über diese Umstände wurde dann in allen lokalen Zeitungen – aber auch in der Bildzeitung – ausführlich berichtet.

 

Wie letztendlich beim Schiedsmann entschieden worden ist, wir wissen es nicht. Aber die Kückhovener Jecken haben ihren Humor bewiesen und Ihnen diesen „Fall“ noch einmal in Erinnerung gebracht.

 

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Besuch bei Bundeskanzler Helmut Kohl

 

5. Februar 1997. 4 „Japstöck“ machen sich auf den Weg zum Bundeskanzleramt nach Bonn. Prinz Ewald I. und Prinzessin Waltraud I. haben eine Einladung zum Kanzlerempfang erhalten. Begleitet wird das Prinzenpaar von Marketenderin Agnes Klöcker und Präsident Günter Wallrafen.

 

Bereits im Vorfeld mussten die eingeladenen Personen die Kennziffern Ihrer Personalausweise an das Bundeskanzleramt mitteilen. Dies – so wurde uns erklärt – geschehe aus Sicherheitsgründen. 

Endlich angekommen im Bundeskanzleramt waren alle überrascht von der umfangreichen Vorbereitung dieses Empfanges. So erhielt jeder der Eingeladenen einen fest zugewiesenen Stehplatz.

 

Dann – kurz nach 11.00 Uhr – war es soweit: Bundeskanzler Helmut Kohl betrat mit Forschungsminister Jürgen Rüttgers und Geheim-Dienstkoordinator Bernd Schmidtbauer den Raum. Nach einer kurzen, humorvollen Ansprache vom Bundeskanzler wurden alle Gesellschaften in der vorher festgelegten Reihenfolge aufgerufen. 

Bundeskanzler Helmut Kohl erhielt von Prinzessin Waltraud I. den Orden der KüKaGe. Sie durfte natürlich auch den Bundeskanzler bützen. Nachher meinte sie dann: „Für sein Alter küsst der Kanzler recht gut“. Von KüKaGe Präsident Günter Wallrafen erhielt Helmut Kohl eine Flasche „Japstockhäuser Urkorn“.

Im Anschluss an den Empfang hat Kanzler Kohl noch alle Karnevalisten zu einem Imbiss eingeladen.

 

Bei mehreren Nachrichtensendungen war dann auch die KüKaGe-Delegation im Fernsehen. Die 20.00 Uhr-Tagesschau am 05. 02. 1997 hat die Ordensverleihung durch Prinzessin Waltraud I. sowie das Bützchen in Großaufnahme gezeigt.

Die örtliche Presse – Erkelenzer Nachrichten, Erkelenzer Volkszeitung und Rheinische Post –waren mit je einem Redakteur und einem Fotografen vertreten, um von diesem Ausnahmeereignis zu berichten.

 

Es war schon ein besonderes Erlebnis, in den heiligen Hallen der Macht sein zu dürfen, und auch die KüKaGe war stolz, dass gerade Ihr Prinzenpaar ausgewählt worden ist.

 

 

 

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